Programmhinweise für Zeckenfunk

Zukünftig wird es regelmäßig jeden 3. Do im Monat eine
Sendung geben, also planmäßig wieder am Donnerstag, den 21.11.13, um 19:05 Uhr.

Sendungen ausser der Reihe werden hier und im Programm des OK-Lübeck angekündigt.

Auf der Seite ‚Zeckenfunk‘ findet Ihr einen direkten Link zum Livestream des OK-Lübeck.

Aus Anlaß: Lübeck, Nazis und Normalität in D

Seit 2006 wurde von diversen nationalsozialistischen Zusammenhängen in Lübeck ein deutsches Opfergedenken zu inszenieren versucht. Dagegen hat sich ein ausbaufähig-widerständiger Diskurs auf mehreren Ebenen herausgebildet, der gesellschaftlich kontrovers beurteilt wurde und wird. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise die Berichterstattung im Offenen Kanal Lübeck zu 50% einer aus Polizeibeamten bestehenden „Radiogruppe“ überlassen, die aufgrund der kritischen Berichterstattung der Vorjahre durch Zeckenfunk und Freie Senderinitiative Schleswig-Holstein nun den Tagesablauf „aus Sicht der eingesetzten Beamt_innen“ schilderte.
In diesem Jahr wurde nun erstmalig seit 2006 der jährliche „Trauermarsch“ von den Nazis abgemeldet. Die in dem Bündnis „Wir können sie stoppen“ vertretenen zivilgesellschaftlichen Gruppen werden am 30.03., dem ursprünglichen Anmeldedatum der Nazis, ein Gedenken für die Opfer politischer Verfolgung des NS abhalten, welches auch ein Antidot zu den gesellschaftlichen Bestrebungen darstellen soll, durch die Fokussierung auf die Opfer aliierter Bombardierungen geschichtsrelativierend zu intervenieren.
In dieser Sendung soll neben der Kritik des deutschen Opferdiskurses die Entwicklung über die Jahre bilanziert werden. Aktuell einbezogen bleibt der heutige Tag in Lübeck, Nazistrukturen vor Ort und die Übernahme der öffentlichen Berichterstattung durch die Polizei.

Die von Zeckenfunk in Kooperation mit der Freien Senderinitiative Schleswig-Holstein gestaltete Sendung wird von 13.00 bis 16.00 Uhr auf der Frequenz UKW 98,8 gesendet.

Die rechtspopulistische Lücke!

Am Montag, den 4. März um 19.00 Uhr
Lübeck, Holstentorplatz im DGB-Haus Raum ¾

Referent: Alexander Häusler, Fachhochschule Düsseldorf
FB Sozial. u. Kulturwissenschaften
Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus / Neonazismus

Sarrazin-Debatte, Eurokrise, steigende Muslimfeindlichkeit! In Deutschland wächst das rechtspopulistische Potenzial.
Doch im Unterschied zu anderen europäischen Ländern konnte die extreme Rechte hierzulande diese Entwicklung bislang noch nicht in Wählerstimmen ummünzen. Warum das so ist, versucht der Referent Alexander Häusler zu beantworten.
Nach dem Referat bleibt viel Zeit zur Diskussion über den Rechtspopulis­mus und seinen Rassismus als Bindeglied der „Mitte“ der Gesellschaft und dem Neonazismus.

Eine Veranstaltung der VVN und des Lübecker Bündnis gegen Rassismus
in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Kiel
„Werkstatt utopie & gedächtnis e.V.“

Mit Unterstützung des Bündnis „Wir können sie stoppen“ Lübeck

Mitglieder und SympathisantInnen von neofaschistischen Parteien, Organisationen und Zusam­menschlüssen, sowie Personen, die uns als TeilnehmerInnen von neofaschistischen Veranstaltungen, Aufmärschen und Aktionen bekannt sind, erhalten keinen Zutritt gm. § 6 Versammlungsgesetz

Brandanschlag Hafenstraße 1996

Nichts & Niemand ist vergessen!

In der Nacht des 18. Januar 1996 brannte das Asylbewerberheim in der Hafenstraße 52 in Lübeck. 10 Menschen starben, 38 wurden zum Teil schwer verletzt. Noch in der Tatnacht wurden vier Neonazis aus Grevesmühlen und Umgebung festgenommen, die zum Zeitpunkt des Brandes in der Nähe des Hauses in der Hafenstraße waren und von denen drei zudem frische Brandspuren aufwiesen.
Damit schien der Lübecker Brandanschlag einen Höhepunkt der seit der Wiedervereinigung grassierenden neonazistischen Gewalt in Deutschland darzustellen. Die Pogrome von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen sowie bundesweite Brandanschläge wie 1992 auf ein von türkischen Menschen bewohnten Haus in Mölln, bei dem drei Menschen ermordet wurden, zeichneten solcherlei Gewalteskalationen schon vorher ab. Auch hatte es in Lübeck zuvor bereits zwei Brandanschläge auf die Synagoge gegeben.

Termine:
· 18.01. | Offizielles Gedenken an die Opfer des Brandanschlages | 14 Uhr | Hafenstraße
· 18.01. | Film: “Tot in Lübeck” | Hintergründe des Brandanschlages 1996 | VeB, Walli
· 18.01. bis 01.02. | Ausstellung “Brandanschlag Hafenstraße 1996″ | Café Brazil, Walli | Öffnungszeiten richten sich nach dem Brazilkollektiv

Oftmals war die politische Reaktion primär durch die Sorge um das Ansehen des wiedervereinigten Deutschlands im Ausland gekennzeichnet. (mehr…)

Abrissbirnen gegen Selbstverwaltung

[Autor: Antifa Koordination Lübeck]

Über ein bewährtes Mittel der Politik in Schleswig-Holstein: Von Norderstedt über Glinde bis nach Bad Segeberg

Am 1.November 2012 wurde das selbstverwaltete Jugendkulturzentrum „Hotel am Kalkberg“ (HaK) in Bad Segeberg abgerissen. Der SPD-Bürgermeister verfolgte seit Jahren eine ‘kompromisslose Politik‘ gegen das HaK und gegen die Jugend, so wurde auch die Skateranlage, ein Treffpunkt der Jugend, abgerissen und die legalen Graffiti-Flächen platt gemacht.

Über den Tag der Räumung ist auf dem blog des HaK nachzulesen: „Entgegen aller Erwartungen rückten schon am frühen Morgen die von der Stadt beauftragten Baufirmen an, um das seit 12 Jahren existierende Jugendhaus abzureißen.“

Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise nach SE: HBF Lübeck | 13.00 Uhr Abfahrt: 13:11 Uhr

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