Archiv für April 2012

01.05.2012,
Naziaufmarsch in Neumünster verhindern!

Am 01. Mai wollen Neonazis aus dem Spektrum der NPD und der „freien Kameradschaften“ in Neumünster demonstrieren. Ein breites gesellschaftliches Bündnis und unabhängige antifaschistische Initiativen rufen zu Gegenaktivitäten auf. Es sind auch Menschenblockaden geplant. Wir rufen dazu auf, sich um 7.45 am Lübecker Bahnhof mit anderen GenossInnen für die gemeinsame Anreise zu treffen (Abfahrt des Zuges: 8.06 Uhr). Das Aktionsbündnis Neumünster ruft zu gemeinsamer Anreise ab Kiel um 10.21 auf (dort weitere Informationen über den Tag und die Route der Nazidemo). Die Anreise soll in jedem Fall über Kiel erfolgen (dauert nur 10 Minuten länger als die Direktverbindung über Oldesloe und ist bei Nutzung des Schleswig-Holstein-Tickets nicht teurer), um in einer größeren Gruppe handlungsfähiger zu sein und die Sicherheit der GegendemonstrantInnen zu gewährleisten. Nach der Schlappe in Lübeck bietet Neumünster eine weitere Chance, den Nazis die Lust an der öffentlichen Verbreitung ihrer hetzerischen Parolen zu nehmen!
No pasaran! Pasaremos!

Stellungnahme zu der Berichterstattung im Offenen Kanal Lübeck anlässlich der Nazidemo am 31.03.2012

Anlässlich der alljährlichen Demonstration von Neonazis in Lübeck planten – wie bereits in den Vorjahren – Redakteur_innen des Zeckenfunks in Zusammenarbeit mit der Freien Radioinitiative Schleswig-Holstein eine unabhängige Berichterstattung im Offenen Kanal Lübeck. Von der Leitung des OK wurden die Anmelder_innen aufgrund von Interessenskonflikten zu einem Vorgespräch mit dem Leiter des OK Schleswig-Holstein, Peter Willers, gebeten, an dem überraschend der Polizeichef von Ratzeburg sowie der Leiter der Polizeidienststelle Neumünster-Einfeld beteiligt waren, die an diesem Tag vorgeblich als Privatpersonen zu senden beabsichtigten. Zum Sendekonzept wurde während des Gesprächs erläutert, es sollten „Kolleginnen und Kollegen im Einsatz zu Wort kommen“, die Einsatzleitung der Polizei solle interviewt werden, außerdem sei vorgesehen, „Angehörige von im Einsatz befindlichen Polizisten“ live im Radio zu befragen. Nachfolgende Recherchen ergaben, dass die Sendekonzeption bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) erarbeitet wurde, die sich in Zusammenhang mit dem Naziaufmarsch wiederholt politisch im Sinne einer Kriminalisierung von Aktionen des zivilen Ungehorsams positioniert hatte. (mehr…)

MI, 18.04.2012,
Mobiveranstaltung zur Anti-Nazidemo am 1. Mai 2012 in Neumünster

Mobiveranstaltung mit aktuellen Infos zu Neumünster am Mittwoch, den 18.04.2012
19.00 Uhr, Café Brazil, Willy-Brandt-Allee 9, 23554 Lübeck

Solidarität und Emanzipation statt nationalistischer Barbarei!

Na­zi­auf­marsch am 1. Mai in Neu­müns­ter blo­ckie­ren – an­grei­fen – ver­hin­dern!

Am 1. Mai 2012, dem in­ter­na­tio­na­len Kampf­tag der Ar­bei­ter_in­nen­be­we­gung, will die neo­na­zis­ti­sche NPD in Neu­müns­ter auf­mar­schie­ren. Dies soll der Hö­hen­punkt ihres Wahl­kamp­fes zur Land­tags­wahl in Schles­wig-​Hol­stein wer­den. Die Wahl des Auf­mar­schor­tes hat Neu­müns­ter ge­trof­fen, weil in der Stadt eine lange Kon­ti­nui­tät neo­na­zis­ti­scher Struk­tu­ren be­steht. Seit über 15 Jah­ren exis­tiert hier der Na­zi­treff­punkt ‚Club­88′ („88“ = „Heil Hit­ler“). Auch dar­über hin­aus hat eine rech­te All­tags­kul­tur weit­rei­chen­de Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten in der Stadt, wie z.B. die Knei­pe ‚Ti­ta­nic‘.

Diese Zu­stän­de wer­den von der lo­ka­len Öf­fent­lich­keit seit jeher wei­test­ge­hend igno­riert, ge­dul­det oder ak­zep­tiert. Zi­vil­ge­sell­schaft­li­ches En­ga­ge­ment gegen Neo­na­zis blieb immer mar­gi­na­li­siert, wäh­rend al­ter­na­ti­ve Räume, wie die ‚Ak­ti­on Ju­gend­zen­trum‘ (AJZ), sei­tens städ­ti­scher Be­hör­den re­gel­mä­ßig in­fra­ge ge­stellt wer­den.

Nach wie vor gilt: Jeder Ver­such von Neo­na­zis Auf­mär­sche zu or­ga­ni­sie­ren, Wahl­kämp­fe zu füh­ren und Pro­pa­gan­da zu be­trei­ben, bleibt einer zu viel. Blei­ben öf­fent­li­che Na­zi­auf­trit­te un­ge­stört, sind sie nicht nur Po­di­en für men­schen­ver­ach­ten­de Hetze, son­dern stär­ken als Er­folgs­er­leb­nis­se auch das Selbst­be­wusst­sein der Na­zi­sze­ne und schaf­fen die­ser neue Hand­lungs­spiel­räu­me. Deren Leid­tra­gen­de sind all jene, die nicht in ihr ras­sis­ti­sches, na­tio­na­lis­ti­sches und an­ti­se­mi­ti­sches Welt­bild pas­sen.

Wir rufen des­halb dazu auf, am 1. Mai nach Neu­müns­ter zu kom­men und den NPD-​Auf­marsch zu ver­hin­dern. Durch das so­li­da­ri­sche Zu­sam­men­spiel ver­schie­de­ner Ak­ti­ons­for­men wer­den wir im Schul­ter­schluss mit allen An­ti­fa­schis­t_in­nen alles daran set­zen, dass die Neo­na­zis auch die­sen Auf­tritt in schlech­ter Er­in­ne­rung be­hal­ten.

Or­ga­ni­siert Euch, be­rei­tet Euch vor und hal­tet Euch auf dem Lau­fen­den!
Auf nach Neu­müns­ter: 1. Mai – na­zi­frei!

30. April: Re­vo­lu­tio­nä­re Vor­a­bend­de­mo
17 Uhr | Waitz­str./Hol­ten­au­er­str. | Kiel

1. Mai: An­ti­fa­schis­ti­sche Ak­tio­nen gegen den Na­zi­auf­marsch
all day | all areas | Neu­müns­ter

An­ti­fa­schis­ti­sche Grup­pen aus SH




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