Archiv für November 2012

Abrissbirnen gegen Selbstverwaltung

[Autor: Antifa Koordination Lübeck]

Über ein bewährtes Mittel der Politik in Schleswig-Holstein: Von Norderstedt über Glinde bis nach Bad Segeberg

Am 1.November 2012 wurde das selbstverwaltete Jugendkulturzentrum „Hotel am Kalkberg“ (HaK) in Bad Segeberg abgerissen. Der SPD-Bürgermeister verfolgte seit Jahren eine ‘kompromisslose Politik‘ gegen das HaK und gegen die Jugend, so wurde auch die Skateranlage, ein Treffpunkt der Jugend, abgerissen und die legalen Graffiti-Flächen platt gemacht.

Über den Tag der Räumung ist auf dem blog des HaK nachzulesen: „Entgegen aller Erwartungen rückten schon am frühen Morgen die von der Stadt beauftragten Baufirmen an, um das seit 12 Jahren existierende Jugendhaus abzureißen.“

Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise nach SE: HBF Lübeck | 13.00 Uhr Abfahrt: 13:11 Uhr

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Fr., 23.11.12,
Von der Mitläuferin zur Täterin?
Frauen in der rechtextremen Szene

***Wir weisen auf folgende Veranstaltung hin.***

Die Grünen Lübeck und Arfst Wagner, MdB laden ein:
Gespräch mit Monika Lazar, MdB
Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus

Freitag, 23. November 2012
19.00 – 21.00 Uhr
Haus der Kulturen
(Parade 12, 23552 Lübeck)
Neonazifrau Der Rechtsextremismus in Deutschland wurde in den vergangenen Jahren fahrlässig unterschätzt. Im NSU-Untersuchungsausschuss kommen immer mehr schockierende und bedrückende Erkenntnisse ans Tageslicht.

Lange Zeit galten Frauen in der rechtextremen Szene als Mitläuferinnen, doch seit einigen Jahren (mehr…)

Aufruf: Mölln ’92 – Gedenken und Anklagen!

Im Gedenken an Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz und Bahide Arsla – 1992 durch einen rassistischen Brandanschlag ermordet.

Aufruf zur bundesweiten Demonstration am 17.11.20120 und zu den Aktionswochen vom 17.11. bis 23.11.2012

„Ich kann es immer noch nicht fassen, was am 23. November 1992 mit meiner Familie geschehen ist. Es ist so schrecklich und grausam. Meine Frau Bahide ist tot, Enkelin Yeliz und Ayşe Yilmaz sind tot. Meine Schwiegertöchter sind […] behindert und haben Schmerzen, die Familie ist überhaupt nicht mehr, was sie war. Meine Frau Bahide war der Mittelpunkt meiner Familie – meines Lebens.“ (Nazim Arslan am 23. Juni 1993 vor dem II. Strafsenat, Oberlandesgericht Schleswig)

Am 23. November 1992 werden im Luftkurort Mölln, Schleswig-Holstein, Molotowcocktails in zwei Wohnhäuser geworfen. In der Ratzeburger Straße konnten die Bewohner*innen knapp ihr Leben retten, bei dem Anschlag in der Mühlenstraße gingen die Täter brutaler vor. Sie kippten Benzin in das Treppenhaus, entzündeten es und warfen gegen die Rückseite des Hauses einen Molotowcocktail, um die Fluchtwege zu versperren. (1)

In den Flammen der faschistischen Anschläge starben die 51-jährige Bahide Arslan, die zehnjährige Yeliz Arslan und die 14-jährige Ayşe Yilmaz. Was für ein Leben diese drei Menschen heute führen würden, können wir nicht erahnen. Zusammen mit ihren Familien und Freunden möchten wir ihnen in diesen Tagen gedenken. Im gleichen Atemzug wollen wir jenen, die damals wie heute ihre eigene Rolle in diesem Drama nicht verstehen wollen, zurufen: „Hört auf mit eurem tatenlosen Gedenken! Es ist eine Entehrung der Ermordeten!“

Für die Taten verantwortlich zeigten sich die beiden bekannte Neonazis Michael Peters und Lars Christiansen. (mehr…)




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