Archiv für Januar 2013

Brandanschlag Hafenstraße 1996

Nichts & Niemand ist vergessen!

In der Nacht des 18. Januar 1996 brannte das Asylbewerberheim in der Hafenstraße 52 in Lübeck. 10 Menschen starben, 38 wurden zum Teil schwer verletzt. Noch in der Tatnacht wurden vier Neonazis aus Grevesmühlen und Umgebung festgenommen, die zum Zeitpunkt des Brandes in der Nähe des Hauses in der Hafenstraße waren und von denen drei zudem frische Brandspuren aufwiesen.
Damit schien der Lübecker Brandanschlag einen Höhepunkt der seit der Wiedervereinigung grassierenden neonazistischen Gewalt in Deutschland darzustellen. Die Pogrome von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen sowie bundesweite Brandanschläge wie 1992 auf ein von türkischen Menschen bewohnten Haus in Mölln, bei dem drei Menschen ermordet wurden, zeichneten solcherlei Gewalteskalationen schon vorher ab. Auch hatte es in Lübeck zuvor bereits zwei Brandanschläge auf die Synagoge gegeben.

Termine:
· 18.01. | Offizielles Gedenken an die Opfer des Brandanschlages | 14 Uhr | Hafenstraße
· 18.01. | Film: “Tot in Lübeck” | Hintergründe des Brandanschlages 1996 | VeB, Walli
· 18.01. bis 01.02. | Ausstellung “Brandanschlag Hafenstraße 1996″ | Café Brazil, Walli | Öffnungszeiten richten sich nach dem Brazilkollektiv

Oftmals war die politische Reaktion primär durch die Sorge um das Ansehen des wiedervereinigten Deutschlands im Ausland gekennzeichnet. (mehr…)




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