Beiträge von LBgR

Völkischer Anti-Imperialismus auf der Walli

Wir dokumentieren ein Flugblatt der Gruppierung „Emanzipatorische Linke Lübeck“, welches zu einer Diskussion über Antisemitismus in der Linken beiträgt und von dem wir uns eine größtmögliche Verbreitung wünschen. Relevanter als die Kritik an „Anarchists against the Wall“, deren Grundhaltungen bei Sichtung der entsprechenden Websites doch diffuser als dargestellt zu sein scheint, erscheint uns die Darstellung des konkreten Charakters der Veranstaltung selbst. Die ostentative Selbstbezeichnung als „Anti-Antideutsch“ der „Bio-Dienstag“-Veranstaltung jedenfalls wäre hier als ein zentraler Faktor zu benennen – willkommen in der DEUTSCHEN Linken.

Ideologieproduktion @ Café Brazil

Es ist mal wieder so weit. Nach der Neueröffnung des Café Brazils findet erneut wöchentlich der „Bio-Dienstag“ statt, zu dem sich augenscheinlich die komplette „(links)alternative“ Lübecker Szene versammelt, um den Tag ausklingen zu lassen, Menschen zu treffen und kennenzulernen oder einfach ein entspanntes Feierabendbier zu trinken.

Die meisten lassen sich allerdings nicht daran stören, dass die Spenden, welche an dem Abend für das Essen eingenommen werden, direkt an die völkisch–antiimperialistische und antizionistische Gruppe „Anarchists against the Wall“ fließen. Die israelische Gruppe, die sich selbst als antikolonialistisch, parteilos und heterogen definiert, tritt für eine kompromisslose Abschaffung des jüdischen Staates ein. Sofern gegen Israel mobilisiert wird, schrecken sie auch nicht davor zurück, mit nationalistischen Gruppen und klerikal-faschistischen Mörderbanden, wie der PFLP, Fatah und der Hamas zusammenzuarbeiten. (mehr…)

Das Problem heisst Rassismus – Beteiligt euch an der antirassistischen Demo in Rostock am 25.08.2012

Treffpunkt: HBF Lübeck
Urzeit: 08.45 Uhr
Abfahrt: 09.05 Uhr

Kein Mensch ist illegal!
Gegen den rassistischen Konsens!
Kein Frieden mit Staat, Kapital und Nation!

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen (22. – 26. August 1992)

August 1992: 400 Menschen, vor allem aus Rumänien, kampieren vor der überfüllten Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZaSt) im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen, geflohen und auf der Suche nach einem besseren Leben. Auf Grund mangelnder Unterkünfte oder sanitärer Anlagen mussten die Asylsuchenden unter freiem Himmel schlafen und dort auch ihre Notdurft verrichten.

„Wenn wir weitere Unterkünfte zur Verfügung stellen, kommen noch mehr Asylsuchende. Das zeigt die Erfahrung.“ entgegnete der damalige Rostocker Innensenator Peter Magdanz auf die Bitte für die Flüchtlinge endlich menschenwürdige Lebensbedingungen zu schaffen. Flüchtlingen und Migrant_innen die Hilfe zu verweigern, ja sogar alles in Bewegung zu setzen, damit diese sich auch ja nicht „vor der eigenen Haustür“ niederlassen, war zu dieser Zeit common sense – Deutschlandweit, in allen Schichten, in fast allen politischen Spektren. (mehr…)

Nazidemo und Gegenproteste am 02.06.2012 in Hamburg – Versuch einer Bilanz

Am 2. Juni 2012 versuchte die norddeutsche Naziszene unter dem Titel „Tag der Deutschen Zukunft“ (TDDZ) einen rassistischen und völkisch-nationalistischen Großaufmarsch in Hamburg durchzuführen. Während der geplante Aufmarsch aufgrund massiver Gegenproteste keinen Meter auf der ursprünglich angemeldeten Route zu gehen vermochte und auch die seitens der Polizei angebotene Ersatzroute aufgrund von Blockaden für die Nazis nicht passierbar war, zeigte sich die eingesetzte Polizei überaus eskalativ. Weiterhin gelang es dem bürgerlichen Spektrum, durch eine Kundgebung mit Kulturprogramm auf dem Rathausmarkt (fernab des Geschehens), medial eine Trennung derjenigen zu vermitteln, die an diesem Tag gegen die Nazis auf die Straße gegangen sind. Das Resümee des Tages muss zwiespältig ausfallen und lässt auch für den Naziaufmarsch 2013 in Lübeck Übles ahnen. (mehr…)

Hamburg: Kein „Tag der deutschen Zukunft“!

Am 2. Juni 2012 will die norddeutsche Naziszene unter dem Titel „Tag der Deutschen Zukunft“ (TDDZ) einen Großaufmarsch in Hamburg durchführen. Unter diesem Motto fanden bereits in den vergangenen drei Jahren wiederholt Nazidemos in ganz Norddeutschland statt. Diese erneute Auflage gilt es gemeinsam mit allen antifaschistischen Kräften mit allen Mitteln zu verhindern!

Gemeinsame Anreise aus Lübeck:

Treffpunkt HBF Lübeck: 8.45 Uhr
Abfahrt RE: 9.11 Uhr

Ziel ist die um 10 Uhr beginnende Kundgebung autonomer und antifaschistischer Gruppen aus Hamburg in unmittelbarer Nähe der Naziroute, deren genauer Ort in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden wird!

Weitere Antifa-Treffpunkte in Hamburg:

9:30 Uhr Gerhart-Hauptmann-Platz: Innenstadt-Demo des HBgR

Legale Treffpunkte in Wandsbek in der Nähe der Naziroute:
Eilbeker Weg/Wandsbeker Chaussee, 9 Uhr bis 18 Uhr (angemeldet)
ZOB Wandsbek beim Mattias-Claudius-Denkmal, 9 Uhr bis 18 Uhr (angemeldet)

Naziroute (Stand Urteil VG HH 24.5.12):
Auftaktkundgebung 12:00 Uhr Kreuzung Pappelallee / Hammer Straße / Bärenallee – Hammer Straße – Brauhausstraße – Eilbeker Weg – Wagnerstraße – Eilenau – Eilbektal – Friedrichsberger Straße – Eilbeker Weg – Brauhausstraße – Hammer Straße – Abschlusskundgebung bis 17.30 Uhr Kreuzung Pappelallee / Hammer Straße / Bärenallee

Struktur:
Ermittlungsauschuss (EA): 040 – 432 787 78
Radio: Freies Sender Kombinat (FSK) 93,0 Mhz (Radios mitnehmen)
Convergence Center/Pennplatzbörse: cchamburg.blogsport.eu
• Infotelefon: folgt
• Twitter: folgt

SMS Verteiler des DGB: Kurzmitteilung mit dem Text `GO Gegennazis’ an die Telefonnummer 84343 schicken. Dieser Service ist kostenlos, es fallen lediglich einmalige Gebühren in Höhe der Kosten einer netzexternen SMS für die An- und Abmeldung an.

Aufrufe:
Autonome und antifaschistische Gruppen Hamburg
Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR)
ATESH: Aufruf zum internationalistischen Antifa-Jugendblock
Gesellschaftlicher Mainstream (Hamburg bekennt Farbe)

01.05.2012,
Naziaufmarsch in Neumünster verhindern!

Am 01. Mai wollen Neonazis aus dem Spektrum der NPD und der „freien Kameradschaften“ in Neumünster demonstrieren. Ein breites gesellschaftliches Bündnis und unabhängige antifaschistische Initiativen rufen zu Gegenaktivitäten auf. Es sind auch Menschenblockaden geplant. Wir rufen dazu auf, sich um 7.45 am Lübecker Bahnhof mit anderen GenossInnen für die gemeinsame Anreise zu treffen (Abfahrt des Zuges: 8.06 Uhr). Das Aktionsbündnis Neumünster ruft zu gemeinsamer Anreise ab Kiel um 10.21 auf (dort weitere Informationen über den Tag und die Route der Nazidemo). Die Anreise soll in jedem Fall über Kiel erfolgen (dauert nur 10 Minuten länger als die Direktverbindung über Oldesloe und ist bei Nutzung des Schleswig-Holstein-Tickets nicht teurer), um in einer größeren Gruppe handlungsfähiger zu sein und die Sicherheit der GegendemonstrantInnen zu gewährleisten. Nach der Schlappe in Lübeck bietet Neumünster eine weitere Chance, den Nazis die Lust an der öffentlichen Verbreitung ihrer hetzerischen Parolen zu nehmen!
No pasaran! Pasaremos!




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