Archiv der Kategorie 'Antisemitismus'

Fr., 23.11.12,
Von der Mitläuferin zur Täterin?
Frauen in der rechtextremen Szene

***Wir weisen auf folgende Veranstaltung hin.***

Die Grünen Lübeck und Arfst Wagner, MdB laden ein:
Gespräch mit Monika Lazar, MdB
Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus

Freitag, 23. November 2012
19.00 – 21.00 Uhr
Haus der Kulturen
(Parade 12, 23552 Lübeck)
Neonazifrau Der Rechtsextremismus in Deutschland wurde in den vergangenen Jahren fahrlässig unterschätzt. Im NSU-Untersuchungsausschuss kommen immer mehr schockierende und bedrückende Erkenntnisse ans Tageslicht.

Lange Zeit galten Frauen in der rechtextremen Szene als Mitläuferinnen, doch seit einigen Jahren (mehr…)

Widerstand und „Widerstand“ in Griechenland heute

Eine interessante und sicherlich kontroverse Veranstaltung. Wir dokumentieren den Aufruf:

Deutschland demonstriert zurzeit mit Post-Wiedervereinigungsstärke, wer in Europa das Sagen hat und wie die klimatische Selektion in gute und böse Länder vonstatten zu gehen hat (faule Südländer, fleißige Nordländer). Dies mit tatkräftiger Unterstützung geschlossener Reihen der Population samt ihrer politischen Formationen. Das ist der traditionelle völkische Vorgang mit erprobtem rassistischen Praxisbezug. Selbstverständlich sollte es sein, dass man/frau persönliche unmittelbare Gegnerschaft bzw. Widerstand dagegen leistet, verbal und praktisch. Was aber nicht eine automatische Selbstverständlichkeit ist, ist, dass jede der Form nach widerständige Aktion der Massen in den betroffenen Ländern zu heroischem Aufstand verklärt und sich mit denen solidarisiert wird. Es sei denn, die reale gesellschaftliche Situation wird im Bewusstsein ausgeblendet, um die brennenden Barrikaden als Projektion der eigenen Ohnmächtigkeiten politisch und sozial nutzbar zu machen. Solidarität kann nur aus Inhalten entstehen und aus nichts anderem. Anderenfalls führt diese Solidarität zur Stärkung der vor Ort explodierenden rassistischen, antisemitischen und chauvinistischen Exzesse, wie sie seit einiger Zeit in Griechenland stattfinden. (mehr…)

Völkischer Anti-Imperialismus auf der Walli

Wir dokumentieren ein Flugblatt der Gruppierung „Emanzipatorische Linke Lübeck“, welches zu einer Diskussion über Antisemitismus in der Linken beiträgt und von dem wir uns eine größtmögliche Verbreitung wünschen. Relevanter als die Kritik an „Anarchists against the Wall“, deren Grundhaltungen bei Sichtung der entsprechenden Websites doch diffuser als dargestellt zu sein scheint, erscheint uns die Darstellung des konkreten Charakters der Veranstaltung selbst. Die ostentative Selbstbezeichnung als „Anti-Antideutsch“ der „Bio-Dienstag“-Veranstaltung jedenfalls wäre hier als ein zentraler Faktor zu benennen – willkommen in der DEUTSCHEN Linken.

Ideologieproduktion @ Café Brazil

Es ist mal wieder so weit. Nach der Neueröffnung des Café Brazils findet erneut wöchentlich der „Bio-Dienstag“ statt, zu dem sich augenscheinlich die komplette „(links)alternative“ Lübecker Szene versammelt, um den Tag ausklingen zu lassen, Menschen zu treffen und kennenzulernen oder einfach ein entspanntes Feierabendbier zu trinken.

Die meisten lassen sich allerdings nicht daran stören, dass die Spenden, welche an dem Abend für das Essen eingenommen werden, direkt an die völkisch–antiimperialistische und antizionistische Gruppe „Anarchists against the Wall“ fließen. Die israelische Gruppe, die sich selbst als antikolonialistisch, parteilos und heterogen definiert, tritt für eine kompromisslose Abschaffung des jüdischen Staates ein. Sofern gegen Israel mobilisiert wird, schrecken sie auch nicht davor zurück, mit nationalistischen Gruppen und klerikal-faschistischen Mörderbanden, wie der PFLP, Fatah und der Hamas zusammenzuarbeiten. (mehr…)

Sa., 19.03.2011,
Zur materialistischen Kritik des Antisemitismus

Über die sogenannten „Protokolle der Weisen von Zion“

Wenn die Rede auf den Antisemitismus kommt, dann mobilisiert diejenige Fraktion der bürgerlichen Gesellschaft in Deutschland, die sich noch irgendwie als „liberal“ und „aufgeklärt“ verstehen möchte, gerne Theoreme und Vokabeln wie „Vorurteil“, „Ressentiment“, „Uninformiertheit“ oder „Deutschtümelei“. Über Begriff und Sache der Ideologie jedoch schweigt man sich lautstark aus. Das kommt davon, dass der Bürger, fühlt er sich auch noch so sehr in der Klemme, immer noch den Aberglauben von wegen „die Gedanken sind frei“ verbreiten möchte: die letzte Notlüge der Herrschaft der Produktionsweise, der er sich auf Gedeih und Verderb verpflichtet fühlt. Aber die Gedanken (mehr…)

09.11.2007,
Alternativer Stadtrundgang in Lübeck

Aufruftext:
Es ist der 9.November 1938. Während Hitler „seinen“ Putschversuch von 1923 auf die Weimarer Republik feiert und „seiner“ Gefolgsleute gedenken lässt, die von der Reichswehr zusammengeschossen wurden, werden in ganz Deutschland jüdische Geschäfte zerstört und geplündert, zahlreiche Synagogen brennen. Das alles sind „Reaktionen“ auf den von Goebbels beschriebenen „feigen jüdischen Mordanschlag“ auf einen Sekretär der deutschen Botschaft in Paris, von Rath. Fakt ist nur, dass ein Mensch jüdischen Glaubens einen Vertreter der Naziregierung Deutschlands erschossen hatte.
Auch in Lübeck brennen Geschäfte, die von Menschen jüdischen Glaubens betrieben werden, wie zum Beispiel das Geschäft „Globus“ in der Breiten Straße und der Laden „Holzblatt“ in der Hüxstraße. Auch die Synagoge steht in Flammen…




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