Termine

Aufruf: Mölln ’92 – Gedenken und Anklagen!

Im Gedenken an Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz und Bahide Arsla – 1992 durch einen rassistischen Brandanschlag ermordet.

Aufruf zur bundesweiten Demonstration am 17.11.20120 und zu den Aktionswochen vom 17.11. bis 23.11.2012

„Ich kann es immer noch nicht fassen, was am 23. November 1992 mit meiner Familie geschehen ist. Es ist so schrecklich und grausam. Meine Frau Bahide ist tot, Enkelin Yeliz und Ayşe Yilmaz sind tot. Meine Schwiegertöchter sind […] behindert und haben Schmerzen, die Familie ist überhaupt nicht mehr, was sie war. Meine Frau Bahide war der Mittelpunkt meiner Familie – meines Lebens.“ (Nazim Arslan am 23. Juni 1993 vor dem II. Strafsenat, Oberlandesgericht Schleswig)

Am 23. November 1992 werden im Luftkurort Mölln, Schleswig-Holstein, Molotowcocktails in zwei Wohnhäuser geworfen. In der Ratzeburger Straße konnten die Bewohner*innen knapp ihr Leben retten, bei dem Anschlag in der Mühlenstraße gingen die Täter brutaler vor. Sie kippten Benzin in das Treppenhaus, entzündeten es und warfen gegen die Rückseite des Hauses einen Molotowcocktail, um die Fluchtwege zu versperren. (1)

In den Flammen der faschistischen Anschläge starben die 51-jährige Bahide Arslan, die zehnjährige Yeliz Arslan und die 14-jährige Ayşe Yilmaz. Was für ein Leben diese drei Menschen heute führen würden, können wir nicht erahnen. Zusammen mit ihren Familien und Freunden möchten wir ihnen in diesen Tagen gedenken. Im gleichen Atemzug wollen wir jenen, die damals wie heute ihre eigene Rolle in diesem Drama nicht verstehen wollen, zurufen: „Hört auf mit eurem tatenlosen Gedenken! Es ist eine Entehrung der Ermordeten!“

Für die Taten verantwortlich zeigten sich die beiden bekannte Neonazis Michael Peters und Lars Christiansen. (mehr…)

Widerstand und „Widerstand“ in Griechenland heute

Eine interessante und sicherlich kontroverse Veranstaltung. Wir dokumentieren den Aufruf:

Deutschland demonstriert zurzeit mit Post-Wiedervereinigungsstärke, wer in Europa das Sagen hat und wie die klimatische Selektion in gute und böse Länder vonstatten zu gehen hat (faule Südländer, fleißige Nordländer). Dies mit tatkräftiger Unterstützung geschlossener Reihen der Population samt ihrer politischen Formationen. Das ist der traditionelle völkische Vorgang mit erprobtem rassistischen Praxisbezug. Selbstverständlich sollte es sein, dass man/frau persönliche unmittelbare Gegnerschaft bzw. Widerstand dagegen leistet, verbal und praktisch. Was aber nicht eine automatische Selbstverständlichkeit ist, ist, dass jede der Form nach widerständige Aktion der Massen in den betroffenen Ländern zu heroischem Aufstand verklärt und sich mit denen solidarisiert wird. Es sei denn, die reale gesellschaftliche Situation wird im Bewusstsein ausgeblendet, um die brennenden Barrikaden als Projektion der eigenen Ohnmächtigkeiten politisch und sozial nutzbar zu machen. Solidarität kann nur aus Inhalten entstehen und aus nichts anderem. Anderenfalls führt diese Solidarität zur Stärkung der vor Ort explodierenden rassistischen, antisemitischen und chauvinistischen Exzesse, wie sie seit einiger Zeit in Griechenland stattfinden. (mehr…)

Das Problem heisst Rassismus – Beteiligt euch an der antirassistischen Demo in Rostock am 25.08.2012

Treffpunkt: HBF Lübeck
Urzeit: 08.45 Uhr
Abfahrt: 09.05 Uhr

Kein Mensch ist illegal!
Gegen den rassistischen Konsens!
Kein Frieden mit Staat, Kapital und Nation!

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen (22. – 26. August 1992)

August 1992: 400 Menschen, vor allem aus Rumänien, kampieren vor der überfüllten Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZaSt) im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen, geflohen und auf der Suche nach einem besseren Leben. Auf Grund mangelnder Unterkünfte oder sanitärer Anlagen mussten die Asylsuchenden unter freiem Himmel schlafen und dort auch ihre Notdurft verrichten.

„Wenn wir weitere Unterkünfte zur Verfügung stellen, kommen noch mehr Asylsuchende. Das zeigt die Erfahrung.“ entgegnete der damalige Rostocker Innensenator Peter Magdanz auf die Bitte für die Flüchtlinge endlich menschenwürdige Lebensbedingungen zu schaffen. Flüchtlingen und Migrant_innen die Hilfe zu verweigern, ja sogar alles in Bewegung zu setzen, damit diese sich auch ja nicht „vor der eigenen Haustür“ niederlassen, war zu dieser Zeit common sense – Deutschlandweit, in allen Schichten, in fast allen politischen Spektren. (mehr…)

Hamburg: Kein „Tag der deutschen Zukunft“!

Am 2. Juni 2012 will die norddeutsche Naziszene unter dem Titel „Tag der Deutschen Zukunft“ (TDDZ) einen Großaufmarsch in Hamburg durchführen. Unter diesem Motto fanden bereits in den vergangenen drei Jahren wiederholt Nazidemos in ganz Norddeutschland statt. Diese erneute Auflage gilt es gemeinsam mit allen antifaschistischen Kräften mit allen Mitteln zu verhindern!

Gemeinsame Anreise aus Lübeck:

Treffpunkt HBF Lübeck: 8.45 Uhr
Abfahrt RE: 9.11 Uhr

Ziel ist die um 10 Uhr beginnende Kundgebung autonomer und antifaschistischer Gruppen aus Hamburg in unmittelbarer Nähe der Naziroute, deren genauer Ort in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden wird!

Weitere Antifa-Treffpunkte in Hamburg:

9:30 Uhr Gerhart-Hauptmann-Platz: Innenstadt-Demo des HBgR

Legale Treffpunkte in Wandsbek in der Nähe der Naziroute:
Eilbeker Weg/Wandsbeker Chaussee, 9 Uhr bis 18 Uhr (angemeldet)
ZOB Wandsbek beim Mattias-Claudius-Denkmal, 9 Uhr bis 18 Uhr (angemeldet)

Naziroute (Stand Urteil VG HH 24.5.12):
Auftaktkundgebung 12:00 Uhr Kreuzung Pappelallee / Hammer Straße / Bärenallee – Hammer Straße – Brauhausstraße – Eilbeker Weg – Wagnerstraße – Eilenau – Eilbektal – Friedrichsberger Straße – Eilbeker Weg – Brauhausstraße – Hammer Straße – Abschlusskundgebung bis 17.30 Uhr Kreuzung Pappelallee / Hammer Straße / Bärenallee

Struktur:
Ermittlungsauschuss (EA): 040 – 432 787 78
Radio: Freies Sender Kombinat (FSK) 93,0 Mhz (Radios mitnehmen)
Convergence Center/Pennplatzbörse: cchamburg.blogsport.eu
• Infotelefon: folgt
• Twitter: folgt

SMS Verteiler des DGB: Kurzmitteilung mit dem Text `GO Gegennazis’ an die Telefonnummer 84343 schicken. Dieser Service ist kostenlos, es fallen lediglich einmalige Gebühren in Höhe der Kosten einer netzexternen SMS für die An- und Abmeldung an.

Aufrufe:
Autonome und antifaschistische Gruppen Hamburg
Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR)
ATESH: Aufruf zum internationalistischen Antifa-Jugendblock
Gesellschaftlicher Mainstream (Hamburg bekennt Farbe)

01.05.2012,
Naziaufmarsch in Neumünster verhindern!

Am 01. Mai wollen Neonazis aus dem Spektrum der NPD und der „freien Kameradschaften“ in Neumünster demonstrieren. Ein breites gesellschaftliches Bündnis und unabhängige antifaschistische Initiativen rufen zu Gegenaktivitäten auf. Es sind auch Menschenblockaden geplant. Wir rufen dazu auf, sich um 7.45 am Lübecker Bahnhof mit anderen GenossInnen für die gemeinsame Anreise zu treffen (Abfahrt des Zuges: 8.06 Uhr). Das Aktionsbündnis Neumünster ruft zu gemeinsamer Anreise ab Kiel um 10.21 auf (dort weitere Informationen über den Tag und die Route der Nazidemo). Die Anreise soll in jedem Fall über Kiel erfolgen (dauert nur 10 Minuten länger als die Direktverbindung über Oldesloe und ist bei Nutzung des Schleswig-Holstein-Tickets nicht teurer), um in einer größeren Gruppe handlungsfähiger zu sein und die Sicherheit der GegendemonstrantInnen zu gewährleisten. Nach der Schlappe in Lübeck bietet Neumünster eine weitere Chance, den Nazis die Lust an der öffentlichen Verbreitung ihrer hetzerischen Parolen zu nehmen!
No pasaran! Pasaremos!




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: