Fr., 23.11.12,
Von der Mitläuferin zur Täterin?
Frauen in der rechtextremen Szene

***Wir weisen auf folgende Veranstaltung hin.***

Die Grünen Lübeck und Arfst Wagner, MdB laden ein:
Gespräch mit Monika Lazar, MdB
Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus

Freitag, 23. November 2012
19.00 – 21.00 Uhr
Haus der Kulturen
(Parade 12, 23552 Lübeck)
Neonazifrau Der Rechtsextremismus in Deutschland wurde in den vergangenen Jahren fahrlässig unterschätzt. Im NSU-Untersuchungsausschuss kommen immer mehr schockierende und bedrückende Erkenntnisse ans Tageslicht.

Lange Zeit galten Frauen in der rechtextremen Szene als Mitläuferinnen, doch seit einigen Jahren (mehr…)

Aufruf: Mölln ’92 – Gedenken und Anklagen!

Im Gedenken an Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz und Bahide Arsla – 1992 durch einen rassistischen Brandanschlag ermordet.

Aufruf zur bundesweiten Demonstration am 17.11.20120 und zu den Aktionswochen vom 17.11. bis 23.11.2012

„Ich kann es immer noch nicht fassen, was am 23. November 1992 mit meiner Familie geschehen ist. Es ist so schrecklich und grausam. Meine Frau Bahide ist tot, Enkelin Yeliz und Ayşe Yilmaz sind tot. Meine Schwiegertöchter sind […] behindert und haben Schmerzen, die Familie ist überhaupt nicht mehr, was sie war. Meine Frau Bahide war der Mittelpunkt meiner Familie – meines Lebens.“ (Nazim Arslan am 23. Juni 1993 vor dem II. Strafsenat, Oberlandesgericht Schleswig)

Am 23. November 1992 werden im Luftkurort Mölln, Schleswig-Holstein, Molotowcocktails in zwei Wohnhäuser geworfen. In der Ratzeburger Straße konnten die Bewohner*innen knapp ihr Leben retten, bei dem Anschlag in der Mühlenstraße gingen die Täter brutaler vor. Sie kippten Benzin in das Treppenhaus, entzündeten es und warfen gegen die Rückseite des Hauses einen Molotowcocktail, um die Fluchtwege zu versperren. (1)

In den Flammen der faschistischen Anschläge starben die 51-jährige Bahide Arslan, die zehnjährige Yeliz Arslan und die 14-jährige Ayşe Yilmaz. Was für ein Leben diese drei Menschen heute führen würden, können wir nicht erahnen. Zusammen mit ihren Familien und Freunden möchten wir ihnen in diesen Tagen gedenken. Im gleichen Atemzug wollen wir jenen, die damals wie heute ihre eigene Rolle in diesem Drama nicht verstehen wollen, zurufen: „Hört auf mit eurem tatenlosen Gedenken! Es ist eine Entehrung der Ermordeten!“

Für die Taten verantwortlich zeigten sich die beiden bekannte Neonazis Michael Peters und Lars Christiansen. (mehr…)

Widerstand und „Widerstand“ in Griechenland heute

Eine interessante und sicherlich kontroverse Veranstaltung. Wir dokumentieren den Aufruf:

Deutschland demonstriert zurzeit mit Post-Wiedervereinigungsstärke, wer in Europa das Sagen hat und wie die klimatische Selektion in gute und böse Länder vonstatten zu gehen hat (faule Südländer, fleißige Nordländer). Dies mit tatkräftiger Unterstützung geschlossener Reihen der Population samt ihrer politischen Formationen. Das ist der traditionelle völkische Vorgang mit erprobtem rassistischen Praxisbezug. Selbstverständlich sollte es sein, dass man/frau persönliche unmittelbare Gegnerschaft bzw. Widerstand dagegen leistet, verbal und praktisch. Was aber nicht eine automatische Selbstverständlichkeit ist, ist, dass jede der Form nach widerständige Aktion der Massen in den betroffenen Ländern zu heroischem Aufstand verklärt und sich mit denen solidarisiert wird. Es sei denn, die reale gesellschaftliche Situation wird im Bewusstsein ausgeblendet, um die brennenden Barrikaden als Projektion der eigenen Ohnmächtigkeiten politisch und sozial nutzbar zu machen. Solidarität kann nur aus Inhalten entstehen und aus nichts anderem. Anderenfalls führt diese Solidarität zur Stärkung der vor Ort explodierenden rassistischen, antisemitischen und chauvinistischen Exzesse, wie sie seit einiger Zeit in Griechenland stattfinden. (mehr…)

Völkischer Anti-Imperialismus auf der Walli

Wir dokumentieren ein Flugblatt der Gruppierung „Emanzipatorische Linke Lübeck“, welches zu einer Diskussion über Antisemitismus in der Linken beiträgt und von dem wir uns eine größtmögliche Verbreitung wünschen. Relevanter als die Kritik an „Anarchists against the Wall“, deren Grundhaltungen bei Sichtung der entsprechenden Websites doch diffuser als dargestellt zu sein scheint, erscheint uns die Darstellung des konkreten Charakters der Veranstaltung selbst. Die ostentative Selbstbezeichnung als „Anti-Antideutsch“ der „Bio-Dienstag“-Veranstaltung jedenfalls wäre hier als ein zentraler Faktor zu benennen – willkommen in der DEUTSCHEN Linken.

Ideologieproduktion @ Café Brazil

Es ist mal wieder so weit. Nach der Neueröffnung des Café Brazils findet erneut wöchentlich der „Bio-Dienstag“ statt, zu dem sich augenscheinlich die komplette „(links)alternative“ Lübecker Szene versammelt, um den Tag ausklingen zu lassen, Menschen zu treffen und kennenzulernen oder einfach ein entspanntes Feierabendbier zu trinken.

Die meisten lassen sich allerdings nicht daran stören, dass die Spenden, welche an dem Abend für das Essen eingenommen werden, direkt an die völkisch–antiimperialistische und antizionistische Gruppe „Anarchists against the Wall“ fließen. Die israelische Gruppe, die sich selbst als antikolonialistisch, parteilos und heterogen definiert, tritt für eine kompromisslose Abschaffung des jüdischen Staates ein. Sofern gegen Israel mobilisiert wird, schrecken sie auch nicht davor zurück, mit nationalistischen Gruppen und klerikal-faschistischen Mörderbanden, wie der PFLP, Fatah und der Hamas zusammenzuarbeiten. (mehr…)

Das Problem heisst Rassismus – Beteiligt euch an der antirassistischen Demo in Rostock am 25.08.2012

Treffpunkt: HBF Lübeck
Urzeit: 08.45 Uhr
Abfahrt: 09.05 Uhr

Kein Mensch ist illegal!
Gegen den rassistischen Konsens!
Kein Frieden mit Staat, Kapital und Nation!

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen (22. – 26. August 1992)

August 1992: 400 Menschen, vor allem aus Rumänien, kampieren vor der überfüllten Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZaSt) im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen, geflohen und auf der Suche nach einem besseren Leben. Auf Grund mangelnder Unterkünfte oder sanitärer Anlagen mussten die Asylsuchenden unter freiem Himmel schlafen und dort auch ihre Notdurft verrichten.

„Wenn wir weitere Unterkünfte zur Verfügung stellen, kommen noch mehr Asylsuchende. Das zeigt die Erfahrung.“ entgegnete der damalige Rostocker Innensenator Peter Magdanz auf die Bitte für die Flüchtlinge endlich menschenwürdige Lebensbedingungen zu schaffen. Flüchtlingen und Migrant_innen die Hilfe zu verweigern, ja sogar alles in Bewegung zu setzen, damit diese sich auch ja nicht „vor der eigenen Haustür“ niederlassen, war zu dieser Zeit common sense – Deutschlandweit, in allen Schichten, in fast allen politischen Spektren. (mehr…)




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